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DSGVO-konforme KI-Tools

Kurzantwort

KI-Tools mit europäischem Datenschutzniveau: Anbieter mit Sitz oder Datenhaltung in der EU, Auftragsverarbeitung und nachvollziehbarem Umgang mit Eingaben.

Ob ein KI-Tool DSGVO-konform eingesetzt werden kann, entscheidet nicht das Tool allein, sondern das Zusammenspiel aus Anbietersitz, Speicherort der Daten, Vertragslage und dem konkreten Einsatzzweck. Diese Seite bündelt die Tools des Verzeichnisses, bei denen der Anbieter in der EU oder im EWR sitzt beziehungsweise die Verarbeitung nachweislich in europäischen Rechenzentren stattfindet. Das ist kein Rechtsgutachten, sondern eine belastbare Vorauswahl: Sie verkürzt die Prüfung erheblich, ersetzt sie aber nicht.

Drei Punkte sind in der Praxis entscheidend. Erstens der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO – ohne ihn ist ein Einsatz mit personenbezogenen Daten im beruflichen Umfeld kaum vertretbar. Zweitens die Frage, ob Eingaben zum Training der Modelle verwendet werden; seriöse Anbieter schließen das für Geschäftskunden vertraglich aus oder machen es abschaltbar. Drittens der tatsächliche Serverstandort, denn auch europäische Anbieter setzen im Hintergrund häufig Modelle US-amerikanischer Anbieter ein. Auf den Detailseiten weisen wir diese Punkte einzeln aus, statt pauschal ein Siegel zu vergeben.

Für besonders sensible Bereiche – Gesundheitsdaten, Personalakten, Mandantendaten, Schülerdaten – ist die sicherste Variante nach wie vor ein Modell, das im eigenen Netz oder bei einem europäischen Auftragsverarbeiter läuft. Deshalb listen wir unterhalb der Hauptübersicht zusätzlich quelloffene Tools auf: Sie lassen sich selbst betreiben, wodurch die Datenverarbeitung vollständig im eigenen Verantwortungsbereich bleibt.

Wichtig bleibt: Die DSGVO fordert eine Bewertung des konkreten Verarbeitungsvorgangs. Auch ein Tool aus dieser Liste kann unzulässig sein, wenn es ohne Rechtsgrundlage, ohne Information der Betroffenen oder für eine automatisierte Entscheidung mit erheblicher Wirkung eingesetzt wird. Die Angaben hier sind eine Recherchehilfe – die datenschutzrechtliche Bewertung trifft die verantwortliche Stelle.

Anbieter mit europäischem Datenschutzniveau (119)

Selbst betreiben: quelloffene Alternativen (5)

Open-Source-Tools lassen sich auf eigener oder europäischer Infrastruktur betreiben – die Daten bleiben dann im eigenen Verantwortungsbereich.

Häufige Fragen

Was bedeutet DSGVO-konform bei einem KI-Tool?

Dass der Einsatz datenschutzkonform gestaltet werden kann: mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung, klarer Zweckbindung, transparenter Information und einer Verarbeitung, die nicht unkontrolliert in Drittländer abfließt. Konform ist immer die konkrete Verarbeitung, nie das Tool an sich.

Reicht ein Serverstandort in der EU aus?

Nein. Der Standort ist ein wichtiges Indiz, entscheidend sind zusätzlich die Vertragslage, Unterauftragsverarbeiter, mögliche Zugriffe der Muttergesellschaft und die Frage, ob Eingaben zum Training genutzt werden.

Darf ich US-Tools überhaupt einsetzen?

Häufig ja, wenn eine Rechtsgrundlage vorliegt, ein Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen wurde und die Übermittlung abgesichert ist. Der Prüfaufwand ist jedoch deutlich höher als bei einem Anbieter mit europäischer Datenhaltung.

Ist diese Liste eine Rechtsberatung?

Nein. Sie ist eine recherchierte Vorauswahl auf Basis öffentlich zugänglicher Angaben der Anbieter. Die Bewertung des Einzelfalls bleibt bei der verantwortlichen Stelle, im Zweifel gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten.

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